Die Ziele der Medienerziehung in der Schule

Medienerziehung in der Schule dient dazu, den reflektierten und kritischen Umgang mit den heute vorhandenen Medien zu üben. Dies ist bei dem heute vorhandenen Medienangebot auch sicher notwendig. Die Kinder von heute wachsen multimedial auf und haben einen fast unbeschränkten Zugang zu fast sämtlichen Inhalten. Deshalb kommt der schulischen Erziehung eine große Bedeutung zu, zu Mal Eltern infolge ihrer hohen beruflichen Belastung nicht immer in der Lage sind, den Medienkonsum ihrer Kinder zu überwachen oder zu lenken. Infos gibt es zum Beispuel von der BPJM

Inhalt und Techniken

Kinder müssen also lernen, die medialen Inhalte und Techniken richtig zu bewerten und zu handhaben. Die betrifft neben Fernsehen und Radio, das Internet, Games und das Handy. Gerade bei Letzteren kam es in der jüngsten Vergangenheit immer wieder zu fragwürdigen Ereignissen. So wurde das Internet zu Lehrer- und Schülermobbing missbraucht, Übergriffe und peinliche Situationen wurden aufgenommen und verbreitet und Jugendliche und manchmal auch Kinder gelangen zu früh an fragwürdige oder indizierte Inhalte. Besonders gewaltverherrlichende oder pornografische Inhalte zeigen oft eine negative Wirkung. Sie senken die Hemmschwelle oder führen bei labilen Kindern zu entsprechenden Nachahmerhandlungen. Übermäßiger Konsum macht die Kinder dazu oft nervös und aggressiv, so dass die schulischen Leistungen manchmal stark abfallen. Solche Begleiterscheinungen machen Erziehung notwendig.

Tendenz und Interpretation

Auch die Würdigung der Inhalte, ihre Tendenz und Interpretation muss geübt werden. Medienkonsum setzt heute einen gefestigten Charakter voraus und technisches Grundverständnis. Das technische Wissen vermitteln sich heute viele Schüler untereinander oder im Alleingang, Computerspiele für Kinder sind kein Rätsel für die Heranwachsenden. Aber gerade in diesem Zusammenhang müssen auch Inhalte, die Art der Präsentation und die Interpretation behandelt werden. Wichtige Grundbegriffe wie Fiktion und Wirklichkeit sollten gerade im Zusammenhang mit fragwürdigen oder komplexen Inhalten geklärt werden. Die Möglichkeit der Interaktivität zählt in Zusammenhang mit Games ebenso zu den Eckbegriffen einer modernen Erziehung. Und auch Gefahren und Online-Kriminalität müssen unbedingt in diesem Zusammenhang behandelt werden. Vor- und Nachteile der eigenen Identität, schützenswerte Güter, wie die eigene Privatsphäre und vieles mehr, fließen in die moderne Medienerziehung mit ein. Die meisten medialen Angebote verführen Kinder zu einer gewissen Passivität. Deshalb sollte im Zusammenhang mit der Medienerziehung auch verstärkt auf eine Freizeitgestaltung ohne Medien hingewiesen werden und Formen der Kreativität außerhalb des medialen Kontext‘ können gerade im Schulunterricht eingeübt werden.

Bild: panthermedia.net Fabrice Michaudeau