Ratgeber: Computerspiele für Kinder

Computerspiele für Kinder sind heute in fast jedem Kinderzimmer zu finden. Eltern, die auf Ihre Kinder achten, sollten einen unkontrollierten Gebrauch und den Erwerb vermeiden. Die Inhalte der Spiele unterscheiden sich sehr stark und auch die Beherrschung der Spiele erfordert Geschicklichkeit und strategisches Denken. Die Beherrschung eines Spiels kann ein Kind fordern und fördern. Bei unkontrolliertem Konsum kann das Spielen aber auch Schaden. Die Intensität und Qualität der Grafiken und der Inhalte beeinflussen durchaus das Denken der Kinder und auch die Dauer des Konsums entscheidet über die körperliche Entwicklung und die Mentalität. Deshalb sollten Eltern den Konsum und den Gebrauch der Spiele kontrollieren.

Auf kindgerechte Inhalte achten

In Deutschland werden die Spiele von der USK begutachtet, welche dann 5 verschiedene Altersfreigaben vergibt:

  • Freigegeben ohne Altersbeschränkung
  • Freigegeben ab 6 Jahren
  • Freigegeben ab 12 Jahren
  • Freigegeben ab 16 Jahren
  • Keine Jugendfreigabe (früher ab 18)
Die Altersfreigaben bilden eine gute Entscheidungsgrundlage, ob die Spiele für Ihre Kinder geeignet sind. Allerdings kann auch ein Spiel ab 12 einen 14-jährigen verstören, weswegen die Altersfreigaben als Empfehlungen zu sehen sind. Setzen Sie sich mit Ihrem Kind an den PC und schauen Sie, wie das Spiel aufgebaut ist und stehen Sie für Fragen zur Verfügung. Auf diese Weise können teilweise auch Spiele mit dem Nachwuchs gespielt werden, die laut USK vielleicht erst in ein oder zwei Jahren geeignet wären. Wichtig ist in jedem Fall, dass Sie wissen, was Ihre Kinder spielen. Geben Sie außerdem keine allgemeinen Verbote, sondern schauen Sie nach Spiele-Alternativen und informieren Sie sich im Internet über Spiele.

Verfremdete Wirklichkeit

Auch hyperrealistische Szenarien sind meist nicht kindgerecht. Für solche Spiele muss ein ausgeprägter Realitätssinn entwickelt sein, damit sich das Kind nicht in einer fremden Welt verliert. Besser sind eine spielerische reduzierte Gestaltung und einfache positive und kindgerechte Figuren. Auch Brettspiele und Strategiespiele kommen infrage, sofern das Kind den intellektuellen Anforderungen gewachsen ist und sich nicht überfordert fühlt. Interessant ist mit Sicherheit die Luka-Reihe, diese Adventures wurden in Zusammenarbeit mit der Polizei entwickelt.

Kinder sollten sich erst dann alleine mit dem Computer befassen, wenn sie in der Lage sind, Inhalte Texte und Bilder richtig zuzuordnen. Also je nach Entwicklungsgeschwindigkeit ab dem 7-ten oder 8-ten Lebensjahr. Bis dahin sollten Computer nur im Beisein der Eltern und unter Aufsicht zugänglich sein. Der Wunsch das Kind mit dem PC vertraut zu machen setzt gewissen Kulturtechniken voraus, die ein Kind auch ohne PC beherrschen sollte, damit keine einseitige oder falschen Bindungen zum Computer entstehen. Schauen Sie sich doch unseren Artikel zum Thema Computerspiele für Kleinkinder an, wenn Sie weiteres Interesse haben.

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