Vermögen bei Hartz IV: Vorsicht beim Sparen fürs Kind

Sie beziehen Hartz IV und möchten trotzdem für Ihr Kind vorsorgen? Das ist gar nicht so einfach, denn es bleibt nicht viel Geld zum Sparen übrig. Das Kindergeld wird bei Hartz-IV-Leistungen berücksichtigt und verrechnet. Bekommt Ihr Kind größere Geldbeträge von Freunden und Verwandten geschenkt, beispielsweise zum Geburtstag, zur Taufe oder zur Konfirmation, dann sind diese Beträge anzugeben und werden auf die Hartz-IV-Leistungen angerechnet. Die Hartz-IV-Leistungen fallen dann entsprechend niedriger aus.

Vermögen bei Hartz IV

Beziehen Sie Hartz IV, so müssen Sie nicht Ihr gesamtes Vermögen verbrauchen. Als Vermögen zählen nicht nur Geldanlagen und Bargeld, sondern auch Wertgegenstände wie teure Vasen, Schmuck oder wertvolle Teppiche. Alle Personen, die in einem Haushalt leben, gelten als Bedarfsgemeinschaft. Zu dieser Bedarfsgemeinschaft gehören auch minderjährige Kinder. Das Vermögen der gesamten Bedarfsgemeinschaft wird bei der Gewährung der Hartz-IV-Leistungen berücksichtigt. Das Vermögen der minderjährigen Kinder wird allerdings nur auf deren eigenen Bedarf angerechnet.

Bei der Berechnung der Hartz-IV-Leistungen gelten bestimmte Freibeträge. Für volljährige Hartz-IV-Empfänger und deren Partner beträgt der anrechenbare Grundfreibetrag an Vermögen jeweils 150,00 € pro Lebensjahr. Der Mindest-Grundfreibetrag beträgt für jeden mindestens 3.100,00 €. Der Grundfreibetrag ist nicht zweckgebunden. Minderjährige Kinder dürfen einen Grundfreibetrag von höchstens 3.100,00 € als Vermögen besitzen. Voraussetzung dafür ist, dass dieser Betrag tatsächlich den Kindern gehört. Das Geld muss auf einem Bankkonto mit dem Namen des Kindes vorhanden sein. Von den Eltern darf dieser Betrag nicht genutzt werden. Sie können, wenn Sie Geld für Ihr Kind anlegen möchten, den Zinsvergleich für Festgeld im Internet nutzen, um eine Bank auszuwählen und ein Festgeldkonto für das Kind zu eröffnen.

Sparen für das Kind

Möchten Sie für Ihr Kind sparen, so sollten Sie also darauf achten, dass der Sparbetrag inklusive der Zinsen insgesamt 3.100,00 € nicht überschreitet. Ob Sie ein Sparbuch anlegen, auf das Sie in jedem Monat einen bestimmten Betrag einzahlen, oder ob Sie für Ihr Kind ein Festgeld- oder Tagesgeldkonto anlegen, bleibt Ihnen überlassen. Vorsichtig sollten Sie sein, wenn Ihr Kind bislang noch kein Sparkonto hat und Sie einen Vermögensbetrag besitzen, der Ihren Grundfreibetrag übersteigt. Dieser Betrag gehört Ihnen. Es ist nicht gestattet, dass Sie von diesem Betrag eine bestimmte Summe auf das Konto Ihres Kindes überweisen. Um Hartz-IV-Leistungen zu erhalten, sollten Sie den Betrag, der über dem Grundfreibetrag liegt, aufbrauchen.

Bild: panthermedia.net Randolf Berold