„Kling, Glöckchen, klingelingeling“ – mit diesem Lied klopft das Christkind an die Tür und bittet, eingelassen zu werden. Hier findest du alle drei Strophen, eine Idee mit echten Glöckchen, die Geschichte des Lieds und eine Druckvorlage.
Der Liedtext
kling, Glöckchen, kling!
Lasst mich ein, ihr Kinder,
ist so kalt der Winter,
öffnet mir die Türen,
lasst mich nicht erfrieren!
Kling, Glöckchen, klingelingeling,
kling, Glöckchen, kling!
kling, Glöckchen, kling!
Mädchen hört und Bübchen,
macht mir auf das Stübchen!
Bring euch viele Gaben,
sollt euch dran erlaben!
Kling, Glöckchen, klingelingeling,
kling, Glöckchen, kling!
kling, Glöckchen, kling!
Hell erglüh’n die Kerzen,
öffnet mir die Herzen!
Will drin wohnen fröhlich!
Frommes Kind, wie selig!
Kling, Glöckchen, klingelingeling,
kling, Glöckchen, kling!
Worum es in dem Lied geht
Draußen ist es kalt, und vor der Tür steht das Christkind mit einem Glöckchen. Es bittet die Kinder, ihm aufzumachen – es bringt Gaben mit. In der letzten Strophe geht es um mehr als Geschenke: Das Christkind möchte in den Herzen der Kinder wohnen. „Sich erlaben“ heißt: sich an etwas freuen und stärken.
So spielt ihr das Lied
- Ein Kind ist das Christkind und steht mit einem Glöckchen vor der (Zimmer-)Tür.
- Bei „Kling, Glöckchen, klingelingeling“ läutet es – alle anderen singen drinnen mit.
- „Lasst mich ein, ihr Kinder, ist so kalt der Winter“ – das Christkind reibt sich fröstelnd die Arme.
- „Öffnet mir die Türen“ – die Kinder öffnen die Tür, das Christkind kommt herein.
- In der letzten Strophe halten alle eine Hand aufs Herz – dort möchte das Christkind wohnen.
Ab welchem Alter – und was es fördert
Schon Zweijährige singen den Kehrreim „Kling, Glöckchen, klingelingeling“ begeistert mit, vor allem, wenn dabei echte Glöckchen läuten. Der immer gleiche Kehrreim macht es leicht, dazuzugehören; die Strophen dazwischen lernen Kinder ab etwa vier Jahren.
Woher das Lied kommt
Den Text schrieb der Frankfurter Lehrer Karl Enslin (1819–1875), der viele Gedichte für Kinder verfasste. Er kam Mitte der 1850er-Jahre heraus, in einem Liederheft, das der Musikpädagoge Benedikt Widmann zusammengestellt hatte – deshalb steht bis heute oft „Melodie: Benedikt Widmann“ unter dem Lied. Das ist ein Irrtum: Widmann war nur der Herausgeber, und im ersten Druck stand eine andere Melodie. Die heute gesungene Weise erschien wenige Jahre später ohne Komponistennamen in Liederbüchern für Schule und Kindergarten; wer sie erfunden hat, ist unbekannt.
Varianten
In manchen Büchern heißt es „Glöcklein“ statt „Glöckchen“ und „Mägdlein … Knäblein … Stüblein“. In der dritten Strophe sangen einige 1873 noch „Hell erglühn die Kerzchen, öffne mir dein Herzchen“.
Ideen für Kita und zu Hause
- Glöckchen-Orchester: Jedes Kind bekommt ein Glöckchen – geläutet wird nur im Kehrreim.
- Adventsritual: Das Lied vor dem Anzünden der Adventskerze singen.
- Grundschule: Warum steht das Christkind vor der Tür? Über den Brauch des Christkinds sprechen.
Druckvorlage: das Liedblatt mit allen drei Strophen.
PDF herunterladenMehr Weihnachtslieder
Weitere Lieder für die Adventszeit findest du bei den Weihnachtsliedern.