Gedichte machen Kindern Spaß: Sie reimen sich, haben einen Rhythmus und erzählen in wenigen Zeilen eine kleine Geschichte. Hier sammeln wir Gedichte für Kinder nach Jahreszeit und Anlass – jeweils mit vollständigem Text, Quelle, Erklärungen zu alten Wörtern und Ideen fürs Lernen und Vortragen.
Gedichte nach Jahreszeit und Anlass
- Herbstgedichte für Kinder – acht Gedichte, vom fröhlichen „Der Herbst ist da!“ bis zu Fontanes „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“.
- Nikolausgedichte – kurze Verse zum Aufsagen am Nikolausabend, auch auf Schwäbisch und Plattdeutsch.
- Weihnachtsgedichte für Kinder – zehn Gedichte, von „Christkind kam in den Winterwald“ bis zu Rilke und Ringelnatz.
- Wintergedichte für Kinder – Schneemann-Gedichte, Spatzen im Schnee und eine Schneeballschlacht.
Bekannte Gedichte mit eigener Seite
- Knecht Ruprecht – „Von drauß’ vom Walde komm ich her“ von Theodor Storm.
- Advent, Advent, ein Lichtlein brennt – der Vers zum Adventskranz.
- Gefroren hat es heuer – Friedrich Gülls Büblein auf dem Eis.
Welches Gedicht passt zu welchem Alter?
- Ab 2 bis 3 Jahren: kurze Verse mit vielen Wiederholungen, am besten mit Bewegungen dazu.
- Ab 4 bis 5 Jahren: Gedichte mit vier bis zwölf Zeilen, klaren Reimen und einer kleinen Handlung.
- Grundschule: längere Gedichte und Balladen, die man mit verteilten Rollen vortragen kann.
So lernen Kinder ein Gedicht auswendig
- Erst zuhören: Lies das Gedicht an mehreren Tagen vor, bevor dein Kind mitspricht.
- Strophe für Strophe: Jeden Tag eine Strophe dazunehmen und die bekannten zuerst wiederholen.
- Bewegung hilft: Zu jeder Zeile eine Geste erfinden – wie bei einem Lied.
- Reimwörter ergänzen: Du sprichst die Zeile, dein Kind setzt das Reimwort am Ende ein.
- Bilder malen: Zu jeder Strophe ein kleines Bild – die Bilderfolge wird zum Spickzettel.
- Kurz und oft: Lieber jeden Tag zwei Minuten als einmal pro Woche eine halbe Stunde.
Tipps für den Vortrag
- Langsam sprechen und am Ende jeder Zeile kurz Luft holen.
- Laut und deutlich – lieber etwas zu laut als zu leise.
- Ins Publikum schauen, nicht auf den Boden.
- Zu Hause üben: vor Eltern, Geschwistern oder einer Reihe Kuscheltiere.
- Hängen geblieben? Tief durchatmen und die letzte Zeile wiederholen – meist kommt der Rest von selbst.
Warum hier vor allem ältere Gedichte stehen
Gedichte sind urheberrechtlich geschützt, bis 70 Jahre nach dem Tod der Autorin oder des Autors vergangen sind. Wir drucken deshalb nur Gedichte ab, deren Schutz abgelaufen ist, und übernehmen den Text aus alten Originalausgaben – mit Angabe der Quelle. Neuere Gedichte nennen wir mit Titel und Autor, damit du sie im Buch findest.